Zugspitze – Schnee + Fernsicht + 3 Kinder

Die Zugspitze, mit ihrer fantastischen Aussicht auf 2962 m,  war unser Ziel an einem Sonntag Mitte Februar. Noch tief verschneit, mit bis zu 4 m Schnee, jedoch an einem nicht zu kaltem Februartag, ein geniales Erlebnis. Obwohl wir mit 3 Kindern, 2 1/2 Jahre, 9 Jahre und 11 Jahre, alle ohne Ski aber mit Buggy unterwegs waren, konnten wir als Eltern, sogar einiges entspannt genießen.

Es gab mehrere Touristen, die wie wir, ohne Ski oder Snowboard unterwegs waren, auch einige Kinderwagenschieber, haben wir getroffen. Vom Ticketkauf, bis hin zum Einstieg in die Gondel, gab es keine Hindernisse, alles weitläufig und für viele Besucher ausgerichtet. Das Gondelfahren gleicht dem Einstieg in einen Bus, obwohl das Gefühl freischwebend, mit nur einer Stütze die Strecke zurückzulegen, nicht ganz ohne ist.

Ein kurzes Schaukelerlebnis gibt es direkt an der Stütze, ansonsten gleitet man sanft und ruhig dahin und kann die Aussicht auf den Eibsee genießen. Imposant, wie das ganze Gebäude auf Fels steht, hochmodern und doch irgendwie in die Natur integriert. Der Ausstieg war ebenso kein Problem, obwohl es mit Kinderwagen immer schwierig ist, den richtigen Weg durch Menschenmengen zu finden. Man kommt direkt im 3 stöckigem Gebäude an, wovon alle Etagen mit einem Aufzug zu erreichen sind. Die Panaromaebene im 3. Stock, ist mit einem Rundgang auf 360° begehbar, alles ist abgesichert und man findet ausreichend Sitzplätze. Der Gastronomiebereich im Panorama 2962 ist großzügig aufgeteilt in Selbstbedienung und Service, es gibt viele Sitzplätze direkt an den rießigen Fenstern und es ist wirklich ein außergewöhnlicher Ort, dort zu essen. Wir gönnten uns ein Mittagessen mit Service, 3 Hauptspeisen, 1 Suppe +4 Getränke kosteten uns 64,00 Euro. Es war absolut lecker und ausreichend, zusammen mit der Aussicht: Genuß pur und sein Geld wert.

Die Gipfelterrasse führt am Münchner Haus vorbei zum Grenzübergang nach Österreich/Tirol. Dort ist ebenso alles auf einer Ebene und mit dem wunderschönem Blick, hinab ins Tal. In diesem Gebäude gibt es ein Zugspitzmuseum. Wir fuhren nach einem ausgiebigem Rundgang, warme Kleidung ist auf jeden Fall erforderlich, es weht ein kalter Wind dort oben, mit der Gletscherbahn hinunter auf Sonnalpin, dies liegt auf 2600 m, somit ist es nur eine kurze Fahrt. Mit den Tickets kann man diese Gondel sooft man möchte verwenden, für die Gletscherbahn gilt jedoch nur eine Berg – und Talfahrt.

Neben der Sonnenterrasse findet man die Rodelhütte, dort kann man sich einen Zipfelbob mit Helm für eine Tagesgebühr von 13 Euro ausleihen. Wir wollten höchstens eine Stunde Schlittenfahren und entschieden uns aufgrund des Preises für dann ja mindestens 4 Personen, für die Rutschmethode ohne Hilfsmittel an einem Hang.

Die Kinder hatten jede Menge Spaß, nächstes Mal jedoch, werden wir unsere eigenen Schlitten mitbringen. Auch auf dieser Höhe gibt es einiges zu sehen, die Zeit ging viel zu schnell vorbei und wir wollten auf keinen Fall die letzte Fahrt  ins Tal verpassen. Gegen die Zahnradbahn entschieden wir uns, da diese beinahe 1 1/2 h Fahrzeit hat und die meiste Zeit im Berg fährt. Somit also wieder mit der Gletscherbahn nach oben, mit einem tollem Erlebnis belohnt, denn ein großer Schwarm Alpendohlen saß und flog über den Gipfel und begeisterte uns vollkommen. Mit der Zugspitzbahn ging es wieder ins Tal, ein toller Ausflug, der zur Wiederholung einlädt, auch wenn es die Familienkasse belastet. Mit unseren Tickets hätten wir auch den ganzen Tag Skifahren können, schade, dass es keine nur Berg – und Talfahrt inclusive von Sonnalpin Tickets gibt.

Kurzbeschreibung + Tipps:

  • Abfahrt von Grainau, Olympiastraße 27, mit der Seilbahn Zugspitze
  • wenig Parkmöglichkeit, wir waren um 10:00 Uhr vor Ort und bekamen einen der letzten kostenpflichtigen Parkplätze
  • Eingang zur Seilbahn schnell erreichbar, auch mit Kinderwagen
  • warme Kleidung,feste Schuhe, Sonnenbrille + Sonnencreme nicht vergessen
  • Kasse im Eingangsbereich: Wartezeit ca. 15 min.
  • Preis für Familienticket: 124,50 Euro
  • Fahrzeit Gondel auf die Zugspitze: ca. 10 min. alle 30 Minuten
  • direkte Ankunft im Gipfelhaus
  • alle 3 Stockwerke mit Lift erreichbar
  • Gastronomiebereich ist aufgeteilt in Selbstbedienung und Service, akzeptable Preise, wenn man bedenkt, wo man sich befindet
  • Schöne Sitzplätze mit Panoramaaussicht
  • Kinderstuhl und Wickelmöglichkeit
  • von hier aus, kann man nicht hinaus auf den Gletscher, man fährt mit der Gletscherbahn zu Sonnalpin hinab, auf 2600m
  • Rodelverleih in Form eines Zipfelbobs möglich, es gibt einen von der Skipiste abgegrenzte Familienrodelbahn
Getestet von:
Doris – Kinderkrankenschwester · Praxisanleiter · Mutter von 3 Kindern